Dienstag, 6. Juni 2017

Still here.

Ja, ich bin noch da und ja, ich schreibe bald wieder über Reisen der letzten Zeit und darüber, was es sonst noch gibt. 
Allerdings passiert auch einfach ziemlich viel 'Leben' momentan, sodass ich manchmal einfach nur schlafen will ^^ Sonst nichts. Dinge geschehen, Veränderungen stehen bevor und ich wünschte ich könnte schon davon erzählen... 
Wartet noch ein wenig, lauft bloß nicht weg ♡


Dienstag, 11. April 2017

A little thought on Paris


Früher wollte ich nie nach Paris, die Stadt war sogar ein No-Go für mich und ich war fast ein wenig stolz darauf nicht dem Reisemainstream anzugehören. So oft hat man mir erzählt, die Pariser wären furchtbar unfreundlich, die Sehenswürdigkeiten total überbewertet und die Stadt an sich auch nur ein grauer Haufen Beton...und dann auch noch diese Sprache! All das habe ich, ohne viel über Paris zu wissen, einfach geglaubt.

Als wir nach Saarbrücken zogen war die Verlockung, in unter zwei Stunden in Paris zu sein, dann doch ganz groß. Und plötzlich stand ich da, unterm Eiffelturm im Sonnenuntergang und meine große Klappe und Ablehnung, wichen einer riesen Begeisterung und einem Tränchen im Augenwinkel. Mein Jugendstil-verliebtes Herz machte ein bis zwei Hüpfer mehr als geplant und ich war nachhaltig überzeugt.

Es blieb nicht bei diesem einen Besuch und der nächste steht schon vor der Tür. Nur noch wenige Tage und ich bin wieder in Paris, trinke im Le Pain Quotidien an der Rue des Petits Carreaux meinen Kaffee und beobachte Menschen. Ich freue mich schon sehr darauf wieder herum zu schlendern und, so wie immer, etwas Neues zu entdecken. 
Den Stadtplan in der Jackentasche, kaum genutzt, da ich mich in dieser wundervollen Stadt einfach treiben lassen kann. Egal wohin die nächste Seitenstraße führt, irgendwas sehenswertes wartet dort bestimmt...oder zumindest etwas sehr leckeres! 


Was ich außerdem noch sagen muss: Die Pariser waren bisher erstaunlich freundlich und haben, wenn auch manchmal wenig Englischkenntnisse, eine erstaunliche Fähigkeit Dinge mit viel Gestik und Mimik zu erklären. Die Sehenswürdigkeiten sind monumental und es gibt davon so viel mehr als ich dachte. Die Sprache allerdings habe ich noch immer nicht gelernt und wer weiß, ob mir dieses Meisterwerk überhaupt noch mal gelingt :)





Freitag, 7. April 2017

Let me tell you about Barcelona [#2]


Vor einigen Wochen habe ich euch hier versprochen, immer wieder Tipps rund um Barcelona mit euch zu teilen. Daher habe ich heute drei weitere Orte für euch zusammen getragen, die ich mag und immer wieder gern besuche. Ich hoffe für euch ist etwas dabei!

Museu Marítim

Da der Seemann nicht umsonst so heißt, durfte bei unserem letzten Besuch natürlich ein Abstecher in die Drassanes, die königlichen Werften, nicht fehlen. Ich gehe sowieso gern in so gut wie jedes Museum und bin daher für sowas immer zu haben. Aber allein wegen seiner eindrucksvollen Architektur ist ein Besuch des Museu Marítim empfehlenswert. Vor allem, da der Eintritt sonntags ab 15 Uhr kostenlos ist! Ansonsten beträgt er 7€, was ich durchaus angemessen finde. Lasst mich wissen, wie euch die prunkvolle 60m lange königliche Galeere gefallen hat ;)


Park Güell

Der Park Güell sollte allein wegen seiner wunderschönen Atmosphäre bei keinem Barcelona Besuch fehlen. Was ich früher nicht wusste: Der allergrößte Teil des Parks ist kostenfrei! Das heißt, wenn ihr nicht unbedingt ein Selfie mit dem berühmten Drachen oder auf der Terasse machen wollt, könnt ihr euch die 7€ Eintritt sparen. Wobei sich das natürlich dennoch lohnt. Allerdings werden pro halbe Stunde nur eine gewisse Anzahl an Besuchern reingelassen. Am linken und rechten Ende des Parks findet ihr die Eingänge zum frei zugänglichen Teil der Anlage. Darin könnt ihr euch stundenlang frei bewegen und die wunderschönen Pflanzen bestaunen, ein kleines Picknick machen und den Ausblick genießen. Es lohnt sich!


Petit Pot

Mein heißgeliebtes Pa amb Tomàquet alias Tomatenrubbelbrot esse ich besonders gern hier, im Petit Pot. Ich freue mich immer, wenn ich ganz vorn einen Fensterplatz ergattern kann und einen Blick auf die Plaça d'Urquinaona habe. Gleichzeitig kann man dem freundlichen und lustigen Personal beim werkeln zuschauen und die hipsteresque Inneneinrichtung bewundern.






Donnerstag, 30. März 2017

Verdun . Where have all the Flowers gone?


Verdun, ein Ort von dem wir wohl alle schon mal in der Schule gehört haben. Viele schaurige Geschichten von vor 100 Jahren, aus dem 1. Weltkrieg, welche wir schnell wieder vergessen und verdrängt haben. Natürlich wissen wir, dass Verdun ein Synonym für die Hölle des Krieges ist. Aber was hat es mit dem Ort und dem Schlachtfeld tatsächlich auf sich?

Dieser Frage sind der Seemann und ich am Wochenende nachgegangen, denn Verdun liegt nur knappe 1,5 Std. von Saarbrücken entfernt. Warum also nicht die Sachen packen und auf eine kleine Reise durch die deutsch-französische Geschichte gehen?

Bereits auf dem Weg sieht man ständig Bunker im Wald und die Landschaft sieht wunderhübsch aus, mit ihren kleinen Hügelchen und Kuhlen. Ich war erst ganz verwundert über dieses idyllische Bild, bis mir dämmerte, dass dies noch immer die Narben des Krieges sind - Bombenkrater und Gräben.

Natürlich war das 2016 wiedereröffnete und vollkommen neu konzipierte Mémorial de Verdun unser erster Anlaufpunkt. Die Architektur des Gebäudes und die Landschaftsplanung des umliegenden Geländes sind auf den Punkt genau getroffen. Ich kann es nicht erklären, aber es passt einfach alles.



Innen geht es genau so weiter. Vom Eingangsbereich und durch die ganze Ausstellung hindurch, besticht das Museum mit einem großartigen Konzept. Der Rundgang ist immer in drei Sprachen aufgebaut - deutsch, englisch und selbstverständlich französisch - und spricht auf drei Stockwerken immer wieder unterschiedliche Sinne an. Es gibt Material zum lesen, aber auch zum anfassen, anhören und anschauen. Dadurch wird der Rundgang, für welchen man offiziell mindestens 1,5 Std. einplanen sollte, nicht langweilig.


Wir waren knapp drei Stunden im Museum und haben oben auf der Aussichtsterrasse noch einen Abschlusskaffee getrunken - mit Blick über einen Teil des Schlachtfeldes. 


Im Anschluss sind wir etwas weiter zum Beinhaus von Douaumont gefahren. Das Gebäude besticht Außen wie Innen durch eine spannende Architektur und wurde zwischen 1920 und 1932 erbaut. In den Kellerräumen befinden sich die Gebeine von 130.000 während der Schlacht gefallenen Menschen. Vor dem Gebäude liegt der gewaltige Friedhof, auf welchem 15.000 Soldaten begraben liegen. Sowas habe ich noch nie gesehen...beeindruckend und bedrückend zugleich.


Von Saarbrücken nach Verdun zahlt ihr ca. 10€ Maut - je nach Strecke.
Der Eintritt ins Museum kostet regulär 11€.
Der Eintritt ins Beinhaus ist kostenlos, außer ihr wollt hoch auf den Turm, das kostet 4€.

Der Ausflug nach Verdun war wahnsinnig spannend und informativ, ich habe so viel gelernt an diesem Tag. Ich war permanent hin und her gerissen zwischen meinen Gefühlen. Es war ein so schöner Tag, gefüllt mit interessanten Inhalten, aber eben auch mit so viel Grausamkeit. Vor allem wurde mir erneut bewusst, wie fragil der Frieden ist in dem wir leben und wie wichtig es ist, für ein friedliches und geeintes Europa einzustehen.


Wir dürfen nie vergessen, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist.


Where have all the soldiers gone, long time passing?
Where have all the soldiers gone, long time ago?
Where have all the soldiers gone?
Gone to graveyards, every one
Oh when will they ever learn, when will they ever learn?
Where have all the graveyards gone, long time passing?
Where have all the graveyards gone, long time ago?
Where have all the graveyards gone?
Gone to flowers, every one
Oh when will they ever learn, oh when will they ever learn?




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