Dienstag, 23. Januar 2018

Something old & something new


Tja, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist, musste sich bei mir erstmal setzen.

2017 war ein spannendes Jahr und hat einige Nerven gekostet, allerdings auch viele Lacher und Glückstränchen gebracht. 
Wir haben einige unglaublich schöne (spontane) Reisen hinter uns und sind umgezogen. Neue Arbeit, neues Studium und ein neues Leben haben uns in Leipzig in Empfang genommen. Ich in Sachsen, wer hätte das gedacht.
Wir sind angekommen in einem neuen Zuhause und sind verliebt in diese Stadt, die immer noch so spannend ist, wie jeden Tag Urlaub.
Wir sind nur noch 500 km entfernt von seiner tatsächlichen und meiner gewählten Heimat. Das Wellenrauschen ist nun viel öfter abrufbar, was die Seele etwas beruhigt. 
Ich vermisse Saarbrücken nicht so sehr, aber dafür ein paar der tollen Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Ihr verrückten Saarländer seid wirklich ein besonderes kleines Völkchen und ich bin froh euch kennengelernt zu haben!
Mir fehlt die Nähe zu Frankreich und zu seinen unglaublich guten Baguettes. Zu wissen, dass nicht nur Paris und Lyon, sondern letztendlich auch die Provence gar nicht so weit entfernt sind, war doch ein ganz schönes Gefühl. Und dann ist da auch noch Luxembourg, das kleine Stückchen Welt mit der Fähigkeit jedem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Wir haben wundervolle Geburtstage gefeiert und dabei nicht nur vor Freude Sturzbäche geheult, sondern auch Freunde vor einem mitternächtlichen Kältetod im Meer bewahrt. Wir haben Konzerte besucht, wild getanzt und gesungen, überraschende Hochzeiten gefeiert, Weihnachten unter Palmen gelegen und unsere gemeinsame Zukunft auf ein neues Level gehoben!

2018 ist noch keinen Monat alt und hat schon einiges geleistet. 
Beim Gedanken an das, was dieses Jahr noch mit sich bringt, verkrampfen meine Wangen ein wenig vor lauter Grinsen und ich kann es kaum erwarten. 
Ich freue mich darauf viele wirklich gute Menschen wieder zu sehen und mit ihnen zu lachen und zu singen. Auf die geplanten und spontanen Reisen des Jahres und auf meine neue Arbeit. Ich freue mich auf den ersten Frühling und Sommer im neuen Zuhause und darauf neue Freundschaften zu schließen.
Vor allem bin ich glücklich darüber, dass bei alldem dieser unglaubliche Seemann an meiner Seite ist ♥ 


Happy New Year!


Samstag, 16. Dezember 2017

η Ακρόπολη της Αθήνας



Um die Frage direkt zu beantworten: JA!
Die Akropolis ist genau so beeindruckend, wie ihr denkt und vielleicht sogar noch mehr.
Ich muss zumindest gestehen, dass ich diesen kleinen Berg mitten in Athen offensichtlich vollkommen unterschätzt habe.
Seine Omnipräsenz und die magische Wirkung die er auf mich hatte, hab ich so nicht erwartet. Ja ich weiß, das klingt ein bisschen nach esoterischer Ökemöke, aber so war es nunmal. Ich konnte nur noch entspannt vor mich hin grinsen.

   

Wer an Athen denkt, hat wahrscheinlich immer direkt die Akropolis (oder eher das Parthenon, was die meisten Menschen für die Akropolis halten) im Sinn. Tatsächlich ist es aber der ganze Berg, die ehemalige Stadtfestung aus der Antike. Auf dem Berg befinden sich verschiedene Bauten, wie eben das Parthenon, das Erechtheion oder der Nike Tempel. Alles wirkt auf den ersten Blick ein bisschen durcheinander, überall liegen riesige Marmorblöcke rum und man fragt sich, wann hier zuletzt aufgeräumt wurde. Tatsächlich steckt hinter diesem 'Chaos' allerdings eine penible Ordnung, denn die antiken Gebäude werden permanent in Schuss gesetzt bzw. gehalten. So habe ich das zumindest mal gelesen.

  

Man kann sich viele Stunden dort oben aufhalten, allein der unglaubliche Rundumblick über Athen kann einen ewig lang in den Bann ziehen. 
Obwohl wir mit Ende November außerhalb der Hauptsaison da waren, war recht viel los. Mitten im Sommer stelle ich mir das Ganze, aufgrund der Hitze und der Menschenmassen, etwas anstrengend vor und setze daher weiterhin auf die Nebensaison. 


Eine Athenerin hat mir vor unserer Reise den Tipp gegeben rutschfeste Schuhe zu tragen, da der Marmor recht 'slippery' sein kann, besonders wenn es feucht ist. Und ja tatsächlich, da oben auf dem Berg befindet sich verdammt viel Marmor und der ist wirklich sehr schlüpfrig ;) also seid ein wenig vorsichtig.

Der Eintritt kostet 10€ und beinhaltet auch die ganzen Wege südlich und nördlich vom Berg (die sich wirklich sehr für entspannte Spaziergänge eignen). Studierende aus EU Ländern zahlen ganze 0€ und können sich alles kostenlos anschauen. Das ist der Hammer, oder?

  

Nun, wie ihr euch denken könnt, bin ich wirklich begeistert und einfach wahnsinnig glücklich dort gewesen zu sein. Beeindruckend, was vor tausenden Jahren möglich war und was dort oben alles geschehen ist. Allein der Gedanke daran, was die Akropolis schon erlebt hat, wie viele schöne und schreckliche Augenblicke dieser Berg hinter sich hat und was wohl noch vor ihm liegt...

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Links mit Eindrücken, Fotos und Tipps für Athen/die Akropolis in den Kommentaren hinterlasst :) bin neugierig!




Freitag, 8. Dezember 2017

Postcards from Athens



Zwei Wochen liegt es nun zurück, das Abenteuer Athen und ich fühl mich immernoch ein bisschen eingenebelt von der Ausstrahlung dieser Stadt.
Ehrlich gesagt war auch diese Reise ein absolut ungeplanter, überstürzter Schnellschuss meinerseits. Der Seemann hat nicht nur in Gedanken die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und mit einem recht überzeugenden "Nein" geantwortet als ich im erzählte, dass ich spontan eine Unterkunft gebucht hab. In Athen. Ich hab wirklich mein süßestes Lächeln aufgesetzt, aber er wollte einfach nicht. Ok, dann halt nicht, dachte ich und fand mich zwei Tage lang damit ab...ich hatte in dem Augenblick auch irgendwie keine Lust allein zu fliegen. Nachdem er in der Zwischenzeit heimlich ein bisschen im Internet über Athen gelesen und sich Bilder angeschaut hat, war er dann doch überzeugt und wir fanden glücklicherweise die perfekten Flüge.


Athen ist ein architektonischer Widerspruch (das war das erste was mir auffiel) und ich denke, dass mir genau das so gefallen hat. Man spürt an jeder Ecke die Geschichte der Stadt. Egal ob man sich im zauberhaft quirligen Pláka oder Psirrí Viertel verirrt, an irgendeiner der unendlich vielen antiken Bauten steht und kopfschüttelnd vor sich hin staunt, oder durch die Viertel mit den 50er und 60er Jahre Gebäuden spaziert, die aus dem Boden schossen, weil die Stadtbevölkerung in kurzer Zeit so massiv zugenommen hat.
 

Und dann sind da natürlich überall Restaurants, Palmen und Zitrusbäumchen, streundende Katzen und Hunde und unendlich viele nette und gutaussehende Menschen.

   

Tja und was soll ich sagen - die Tage in Athen waren großartig. 
Die Stadt hat weitaus mehr zu bieten als erwartet und wir haben bei weitem nicht alles gesehen. Wir waren die meiste Zeit zu Fuß unterwegs und haben so täglich fast 20km geschafft. Wir waren ständig abgelenkt und haben uns einfach im Rhythmus der Stadt verloren, weshalb wir die vielen Kilometer erst abends spürten, als wir im gemütlichen Bett lagen.

 
 

In meinen nächsten Blogposts werde ich euch noch mehr über Athen und Piräus erzählen und ein paar interessante bzw. nützliche Tipps mit auf den Weg geben. Und ja, auch über die Akropolis werde ich mich hier sicher noch begeistert auslassen :) !

Falls von euch schon jemand in Athen war, würde ich mich über Meinungen und auch über Tipps freuen, denn wir werden definitiv wieder hinfliegen!

Schönes Wochenende euch ♥


Sonntag, 12. November 2017

Das Glückskind im Leipziger Gewandhaus



Am Freitag war es soweit: Ich konnte einen weiteren Punkt auf meiner imaginären Bucketlist abhaken und mich auf ein zweistündiges Erlebnis der - für mich - besonderen Art freuen! Manchmal macht das Leben, das wissen wir Alle, recht komische Dinge und schwupps hast du zwei Karten für ein klassisches Konzert im Leipziger Gewandhaus gewonnen. 

"Berühmte Filmmusiken - Hollywood im Konzertsaal" gespielt vom Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt. Was soll ich sagen, mich als besonders talentierte 'Instrumentalnachsingerin' hätte es tatsächlich nicht besser treffen können! 


Also haben der Seemann und ich uns in Schale geschmissen (ich hab dabei festgestellt, dass ich gar keine wirklich schicke Schale besitze) und uns mit der Tram auf den Weg in die City gemacht. Beim dritten Versuch hatten wir dann auch endlich die richtige Ansprechpartnerin für die gewonnenen Karten gefunden und konnten uns mit Ginger Ale / Bier und Brezel (die gibt es im Theater etc. irgendwie immer!) auf einen Abend unter Musikliebhabern einstimmen. 

So plätscherte der Abend also dahin, wir saßen in der ersten Reihe und waren vollends begeistert von Allem. Tatsächlich.
Der Dirigent Howard Griffiths, führte uns mit seinem großartigen britischen Humor durchs Konzert und kam zum Schluss plötzlich mit Laserschwert auf die Bühne. SoRyang saß am Klavier und holte die schönsten Töne und Melodien aus ihrem Instrument. Die Violinistin Klaudyna Schulze-Broniewska spielte mit einer unendlichen Leidenschaft auf ihrer Violine von 1763. Als sie die ersten Töne des Finales von Schindlers Liste anspielte - ihr könnt es euch denken - hat sie quasi direkt auf meinen Tränendrüsen gespielt. Aber keine Sorge, ich hatte selbstverständlich ganz dezent das Taschentuch parat.
Am Ende spielte das Orchester, hier sind wir wieder beim Laserschwert, eine Star Wars Suite. Vier Stücke ganz ganz großes Kino mit viel Tammtamm, Traaraa und Gänsehautgarantie! Das Publikum hatte selbstverständlich nicht genug und so bekamen wir als Zugabe noch James Bond und den Fluch der Karibik serviert. Was für eine großartige Show!

Ja ich weiß. Klassische Musik ist für viele von euch vielleicht erstmal nicht so cool, aber hej, gebt ihr eine Chance! Vor allem dann, wenn sie euch als Filmmusik entgegen kommt. Die kennen wir schließlich alle und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass an einem solchen Abend jemand keinen Spaß hat - oder zumindest ein Freudentränchen verdrückt. 





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